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Kompetenzniveaus und Kompetenzeinstufung

Zu unterscheiden sind: Kompetenzniveaustufen in einem hierarchischen System, sei es im Kompetenzmanagementsystem eines Unternehmens oder in einem nationalen Qualifikationsrahmen, und die Bewertungs-standards nach denen eine individuelle Leistung – als besser oder schlechter bewertet wird.

Obwohl die Niveaustufen beispielsweise eines Qualifikationsrahmens im allgemeinen eine Progression vom Anfänger zum Experten bilden, hat doch jede Stufe eigene Standards und stellt nicht für sich eine „gute“ oder „schlechte Note“ dar.

Kompetenzbewertung folgt im Grund einer Philosophie des Entweder – Oder: Entweder die Leistung ist erbracht oder sie ist es nicht.

  Ja Nein
Kann X einen Reifen wechseln? X  

Dieses einfache Schema funktioniert jedoch nicht immer. Wenn es zum Beispiel darum geht:

  Ja Nein
Kann X eine Hebelpresse montieren?    

so ist zwar auch das Ziel, ein „Ja“ festzustellen, doch lassen sich bei einer komplexen Aufgabe auch verschiedene Lösungswege unterscheiden und bewerten. Darüber hinaus besteht das Kompetenz-Assessment zumeist aus mehreren Aufgaben, so dass Standards für die Einstufung von Leistungen und die Definition eines Mindestniveaus für „bestanden“ gefunden werden müssen.

Solche Regelungen müssen mit den gesetzlichen Prüfungsregelungen im Einklang stehen, wenn im Resultat eine Qualifikation zertifiziert werden soll.

Manchmal werden verbale Indikatoren verwendet wie
Anforderungen: Nicht erfüllt – teilweise erfüllt – erfüllt – übertroffen – nicht beobachtet

In anderen Fällen – in Deutschland zumeist üblich – werden Punkte- oder Prozentbewertungen vorgenommen.

Eine Gewichtung von Teilaufgaben einer Kompetenzfeststellung fließt in die Bewertung mit ein, wie das Modell zeigt, das für eine ausbildungsbegleitende Kompetenzfeststellung im Projekt EDGE erprobt wurde.

Kompetenzfeststellung
Quelle: Kompetenzfeststellung bezogen auf eine Lerneinheit, Weber 2012, S. 159